Grafitti für Blinde

Mauer der erhabenen Backsteine

Stoisch blicken die Backsteinfische auf den Traditionsschiffhafen. Ganze Hafengeburtstage ertragen sie, ohne mit der Flosse zu zucken. Nur wenn die Anrainer ihre edlen Boote aus dem Wasser hieven und ins Winterquartier fahren, formen ihre Lippen ein Grinsen. Nicht alles, was Finnen hat, kommt je hinaus auf die Elbe.

 

an den Magellan-Terrassen, 20457 HH

Die ersten Graffiti für Blinde entdeckte man kurz nach dem Fall der Mauer. Man vermutet, dass sie von DDR-Künstlern stammen, denn dort soll es solche Graffiti bereits in den Achtzigern gegeben haben. Das Hauptmotiv war der Fisch. Fisch war im Osten Mangelware. Zwar war die Elbe voll davon, doch die Fische kamen aus dem Westen und galten im Osten als falsch und kapitalistisch. Im Schwarzen Kanal sendete man Fischfotos, auf die Thilo Koch mit dem Finger zeigte und ausspuckte. Lange galt der Fisch auch als Ausdruck von Widerstand. Kurz vor ihrem Fall tauchten die ersten Fischgraffiti auf der Mauer auf. Anfangs Aale, dann Schollen, später ein Hai, der mit aufgerissenem Maul die DDR zu verspeisen drohte.

 

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